News vom 18. April 2013
Hans Martin Meuli und Curdin Derungs
neu im Vorstand der FDP Chur
Curdin Derungs und Gemeinderat Hans Martin Meuli sind am Mittwochabend an der Generalversammlung der FDP Chur in den Vorstand der Ortspartei gewählt worden. Sie ersetzen Martin Studer und Laura Wenzinger.
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Neu im Vorstand: Hans Martin Meuli (links) und Curdin Derungs |
Der 46-jährige Hans Martin Meuli ist Wirtschaftsprüfer und Treuhänder und seit 1. Januar 2011 im Churer Gemeinderat. Mit Meuli wählt die FDP noch mehr politische Fachkompetenz und einen stärkeren Anschluss an das politische Netzwerk in den Vorstand. Curdin Derungs ist 34 Jahre alt und arbeitet seit März 2011 als Dozent im Bereich Public Management am Zentrum für Verwaltungsmanagement der HTW Chur. Als ausgewiesener Experte ist Derungs im Vorstand eine wichtige Verstärkung für die Bearbeitung der Kernthemen Finanzen und Bildung. Die beiden engagierten Politiker wurden einstimmig gewählt.
Bisherige im Amt bestätigt
Die bisherigen Vorstandsmitglieder, die sich erneut zur Verfügung stellten, wurden ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt. Aus dem Vorstand zurückgetreten sind Martin Studer und Laura Wenzinger. Der Präsident der FDP Chur, Simon Schwegler, dankte den beiden für den Einsatz und das Engagement. Studer war seit 2007 im Vorstand, Wenzinger seit 2012.
Informationen aus erster Hand
Im Anschluss an die Generalversammlung informierte Stadtpräsident Urs Marti die anwesenden Mitglieder über seinen Start im Churer Stadtrat und zog Bilanz seiner ersten 100 Tage im Amt.
«Die Führungsaufgabe passt mir
sehr gut»
Christian Rathgeb ist seit einem Jahr Regierungsrat. Im Interview blickt er auf seine erste Zeit als Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit zurück, nennt einige Höhepunkte seines ersten Amtsjahres und sagt, warum das Thema «Olympia» für ihn erledigt ist.

Mit Regierungsrat Christian Rathgeb sprach Thomas Hobi
Christian Rathgeb, Sie sind nun seit einem Jahr Regierungsrat. Welches Fazit ziehen Sie ganz grundsätzlich?
Mein erstes Amtsjahr war an Geschäften reich befrachtet. Wir waren mit der Gesetzgebung zur neuen Spitalplanung und dem neuen PDGR Gesetz im Grossen Rat beschäftigt, es gab wichtige personelle Wechsel, wir haben mit den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) eine neue Dienststelle aufgebaut und vieles mehr. Höhepunkte waren sicher die erfolgreichen Beratungen im Grossen Rat.
Haben Sie den Wechsel in die Bündner Regierung nie bereut?
Nein, ganz und gar nicht! Ich geniesse den Wechsel vom Einzelkämpfer, der ich als Anwalt war, zum Teamplayer in der Regierung und im Departement. Die Führungsaufgabe
passt mir sehr gut, auch die vielfältigen und herausfordernden Aufgaben im Bereich der Sicherheit und im Gesundheitswesen. Ich nutze meinen Handlungsspielraum.
Als Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit haben Sie sehr viele verschiedene Themenfelder zu bearbeiten. Wie haben Sie sich da eingearbeitet und wo haben Sie die Prioritäten gesetzt?
Nach meinem Amtsantritt habe ich Schwerpunkte gesetzt: Im Gesundheitswesen bei der Umsetzung der neuen Spitalplanung und -finanzierung, aber auch etwa bezüglich der Sicherstellung von genügend Hausärzten, bei der Kantonspolizei nach der Wahl des neuen Kommandanten bei der Konsolidierung, einer Bestandsaufnahme und Priorisierung der
Projekte – etwa bezüglich Einheitspolizei, im Asylwesen war eine massive Zuweisung wie seit Jahrzehnten nicht mehr zu bewältigen und letztlich bildete auch der
Aufbau der neuen KESB ein Kernthema.
Sehen Sie sich in der Regierung eher als Sach- oder als Parteipolitiker? Oder anders gefragt: Wie bringen Sie die Anliegen der Partei in den (Regierungs-) Alltag ein?
Als Freisinniger bringe ich meine Grundhaltung bei jedem Geschäft ein, das wir diskutieren und entscheiden. Unternehmerisches, kostenbewusstes Handeln ist gerade in der heutigen wirtschaftlich herausfordernden Zeit von sehr grosser Bedeutung.
Graubünden hat bekanntlich eine vielseitige Topografie und entsprechend grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Talschaften und dem Wirtschaftsraum Rheintal. Wie wird die Bündner Regierung diesem «Bündner Röstigraben» gerecht? Und welchen Stellenwert hat dabei die Hauptstadt Chur aus Ihrer Sicht?
Ich stelle keinen solchen Graben fest. Wir Bündnerinnen und Bündner gehen sensibel mit der Stadt-Land-Thematik um. Das haben wir beispielsweise bei den neuen KESB Strukturen bewiesen. Chur nimmt in Graubünden eine wichtige Rolle als Regierungs- und Verwaltungszentrum ein. Mit dem neuen Stadtpräsidenten Urs Marti pflege ich zudem ein sehr gutes, konstruktives und lösungsorientiertes Verhältnis. Das ist gut so, stehen doch noch ein paar Herausforderungen zwischen Kanton und Stadt an.
In den letzten Wochen war ein Thema überall präsent: «Olympia 2022». Sie haben sich als Sportbegeisterter sehr stark für dieses Projekt engagiert. Sind Sie nun enttäuscht, dass die Bündner Nein gesagt haben?
Das Thema ist mit dem Nein am 3. März erledigt. Es gilt, den Blick nach vorne zu richten. Wirtschaftlich müssen wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern, die Verfahren effizienter koordinieren, etwa mit einer namentlich bezeichneten Ansprechperson, die verwaltungsintern für einen Gesuchsteller alle Verfahren einer Bewilligung koordiniert.
Kann der «Olympia-Spirit» in anderer Form weitergeführt werden? Was braucht Graubünden jetzt, um wirtschaftlich, verkehrstechnisch, sportlich oder kulturell vorwärts zu kommen?
Unternehmerisches Handeln muss sich lohnen. Optimale staatliche Rahmenbedingungen, nicht nur tiefe Steuern, sind nachhaltig zu gewährleisten. Der Prozess der kantonalen Strukturoptimierung auf allen staatlichen Ebenen ist konsequent weiter zu führen. Das Tourismusbewusstsein ist zu schärfen und die touristischen Angebote sind in gutem Qualitätsstandard auszubauen. Die Skigebietsverbindung Lenzerheide-Arosa ist für mich ein gutes Beispiel einer solchen Innovation, nun muss die DMO Chur/Lenzerheide/Arosa mit neuen Angeboten folgen.





